Gestaltpsychotherapie

"Hier und Jetzt" ist in der Gestalttherapie zum Fokus geworden. Darunter wird verstanden, was man im gegenwärtigen Augenblick wahrnimmt und speziell, was man fühlt. Durch Rollenspiele, Körperübungen oder kreative Medien lassen sich Erfahrungen erleben, die im wesentlichen das Bewusstsein, bezogen auf Gefühle und Körper vertiefen, um so mehr Bewusstheit für uns und unser Leben zu erreichen.

Als der Humanistischen Kraft zugehörig, sind auch deren Postulate der Tendenz zu Selbstaktualisierung, dem Bestreben des Menschen sich zu entfalten, der Wert- und Urteilsfreiheit, der Kongruenz und der Empathie von wesentlicher Bedeutung. Das Prinzip von Vorder- und Hintergrund wird nicht nur kognitiv verarbeitet, sondern auch in der Praxis angewandt. Denn alle Störungen wirken im Hintergrund von Gestaltbildungssprozessen in der Berührung mit dem Umfeld als Hemmung, die unsere Energie fesseln und schwer machen (vgl. depressive und zwanghafte Prozesse) kann. Umgekehrt uns mit ungerdeter Energie rastlos über jede vertiefende Begegnung hinweg treiben lassen (vgl. hysterische und narzisstische Prozesse).
Ein wesentliches Ziel der Gestalttherapie ist es, offene emotionale Prozesse zum Abschluss zu bringen, da offene Prozesse (oder mit den Worten der Gestalttherapie: offene Gestalten) Energie absorbieren.

Sensory Awareness ist die Bewusstmachung der Selbstwahrnehmung. Es gilt das Spüren des Körpers zu erlernen und im Einklang mit natürlichsten Bewegungen zu lernen, sich bewusst im Hier und Jetzt zu bewegen. Körperempfinden und Körperbotschaften der Gefühle erkennen und begreifen zu können, sind ein tiefgründiger Weg auf dem Weg der Bewusstwerdung und dem Gang eines bewussten Lebens.

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